Lauterbach Großen Spaß daran, Musik zu führen

Von Michaela Sum 21.12.2018 - 21:43 Uhr

Thomas Rauber übernimmt den Taktstock beim Musikverein Lauterbach. Foto: Bonath Foto: Schwarzwälder Bote
 

Thomas Rauber ist ein Mann, der die Vielseitigkeit der Musik liebt und lebt. Der 35-Jährige übernimmt ab Januar den Dirigentenstock beim Musikverein Eintracht Lauterbach – und freut sich auf die Aufgabe.

Lauterbach. Schon die Terminfindung für ein Gespräch zeigt: Thomas Rauber ist ein viel beschäftigter Mann, bei dem sich fast alles um die Musik dreht. "Ich kann eigentlich nur vormittags" – denn nachmittags und abends hat er gut zu tun, gibt Unterricht, steht vor einem Orchester oder spielt selbst mit.

Rauber, der in Oberwolfach lebt, ist staatlich geprüfter Chor- und Ensembleleiter und hat eine Zusatzqualifikation als Musiklehrer. Schon mit Anfang 20 sei ihm klar geworden, dass er mit Musik sein Geld verdienen will –­ auch wenn er zunächst eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker gemacht hat.

Bei der Trachtenkapelle viel gelernt

Musik indes spielt in seinem Leben schon früh eine Rolle. Mit sechs Jahren erlernt Thomas Rauber zunächst Gitarre und tritt als Teenager der Trachtenkapelle Oberwolfach bei –­ dort lernt er außerdem das Trompetespielen. In seiner Wehrzeit ist er beim Musikkorps der Bundeswehr in Ulm aktiv.

2007 gründet er die Jugendkapelle in Oberwolfach mit, die er bis heute leitet. Damals habe er gemerkt, "dass es mir großen Spaß macht, Musik zu führen". Zwei Jahre später wird er Dirigent der Musikkapelle Hofstetten – und das, obwohl er 2009 überhaupt erst mit seiner musikalischen Ausbildung im bayerischen Dinkelsbühl beginnt. "Das war ein großer Vertrauensvorschuss", sagt Rauber heute –­ offenbar einer, der sich gelohnt hat, denn im kommenden Jahr spielt die Kapelle bereits ihr zehntes Jahreskonzert unter seiner Leitung.

Außerdem unterrichtet Rauber an der Musikschule Schramberg verschiedene Blechblasinstrumente, hauptsächlich Trompete. Er ist vor allem in den Außenstellen aktiv, also in Sulgen, Tennenbronn, Hardt, Schiltach und Schenkenzell. Zusätzlich unterrichtet er in der "Bläserklasse" die Lauterbacher Grundschulkinder im Blech-Bereich. Auch die vor Kurzem neu formierte Jugendkapelle mit dem musikalischen Nachwuchs aus Hofstetten, Mühlenbach und Haslach dirigiert er.

Doch Rauber steht nicht nur vor den Musikern und Schülern, sondern spielt auch in etlichen Formationen selbst mit. So ist er bei der Hofstetter Gruppe "Blechissimo" aktiv, hat mit zwei weiteren Oberwolfachern die Band "The Dorph" gegründet, spielt in verschiedenen Polka-Formationen mit und beim Landesblasorchester Baden-Württemberg, das als eines der besten Blasorchester der Welt gilt. Immer wieder ist er auch bei anderen Projekten dabei, aktuell zum Beispiel im Orchester des Freiburger Weihnachtszirkus.

Leidenschaft für die Musik

Aus jeder seiner Aufgaben und Proben nimmt er etwas mit – und: "Da, wo ich gerade bin, bin ich immer voll dabei", sagt Rauber, dem die Leidenschaft für sein Tun anzumerken ist. Für ihn gibt es "nichts Wichtigeres, als den Spaß an der Vielseitigkeit und die Leidenschaft für die Musik".

Weil er sich in der kommenden Zeit verstärkt dem Dirigieren widmen will, hat er nicht lange gezögert, als er von der "Eintracht" angesprochen wurde. Der Musikverein Lauterbach genieße einen guten Ruf, von dem er sich beim Probe-Dirigieren überzeugt hat. "Ich habe vor, an dem Orchester selbst ein bisschen zu wachsen", sagt Rauber. Er freut sich auf seine neue Aufgabe, die gleichzeitig eine Herausforderung für ihn sei.

Er tritt die Nachfolge von Ralf Vosseler an, der das Orchester lange Jahre leitete.

Die Hauptkapelle der "Eintracht" zählt nach Vereinsangaben 64 Musiker. Hiervon sind 21 Jungmusiker aus der Bläserjugend. Das jüngste aktive Mitglied der Kapelle ist 16 Jahre, der älteste aktive Musiker ist 72 Jahre. 240 passive Mitglieder unterstützen den Verein finanziell.

Großer Wert wird auf Beweglichkeit in musikalischer Hinsicht gelegt. Das Repertoire umfasst gehobene konzertante Blasmusik ebenso wie Unterhaltungsmusik.

 

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.lauterbach-grossen-spass-daran-musik-zu-fuehren.0e5d18ce-b66c-4a9f-97e4-a922a4614cf6.html

LauterbachRalf Vosseler sagt leise "Servus"

Von Georg Borho 04.12.2018 - 21:47 Uhr

Ralf Vosseler (Mitte) wurde vom Vorsitzenden des Musikvereins, Johannes Geprägs (links) und Bürgermeister Norbert Swoboda feierlich verabschiedet. Foto: Borho Foto: Schwarzwälder Bote

Die Spatzen pfeifen es schon längst von den Dächern: Ralf Vosseler ist nur noch bis 31. Dezember Dirigent bei der Lauterbacher Eintracht.

Lauterbach. Eigentlich wollte Ralf Vosseler zunächst Verwaltungsfachmann werden, doch seine musikalische Begabung ebnete ihm den Weg in diesem Bereich. Wie Bürgermeister Norbert Swoboda mitteilte, hat Ralf Vosseler diesen Weg gewählt und ihn zu einem hervorragenden Musiker werden lassen.

In der Blasmusikhochburg Lauterbach und Sulzbach habe er sich wohlgefühlt. Vier Musicals und viele tolle Ideen seien ein eindrucksvolles Zeugnis. "Ich bin froh, dass du in Lauterbach bleibst", habe sein Entschluss vor Jahren gelautet, so Norbert Swoboda.

Wie der Vorsitzende des Musikvereins, Johannes Geprägs, erwähnte, war Ralf Vosseler einst Mitbegründer der Bläserjugend. Des Weiteren werde über die Konzertreise 2001 nach Riva, wo Lauterbach als bestes deutsches Orchester fungierte, noch heute viel gesprochen. "Ralf hat in diesen 20 Jahren viel Neues eingeführt", sagte Geprägs.

Davon zeugten eindrucksvoll Stuhlkonzerte, Konzertbekleidung, Kirchenkonzerte und nicht zuletzt die Musicals "Freude", "Franziskus", "Best of König der Löwen" und aktuell "Best of Aladdin".

Zum Abschied einen Marsch komponiert

In den vergangenen Jahren sei der Verein zudem viel in Europa unterwegs gewesen. Johannes Geprägs nannte die Stationen Niederstetten, Elspe, Büsserach und Rauenburg. Beim deutsch-französischen Familientag in Donaueschingen hat die "Eintracht" gespielt und später habe man den ersten Platz bei der Marschmusikbewertung in Winzeln erreicht.

Die Ausbildung der Jugend habe Vosseler besonders am Herzen gelegen. Unzählige D-Lehrgänge geben ein Beispiel dafür ab. Als Kreisverbands-Dirigent habe er stets einen guten Draht zum Kreisverband.

"Ralf ist und bleibt ein musikalisches Genie", so Johannes Geprägs. So sei er nicht nur Dirigent, sondern auch Mitglied, Freund und Vertrauensperson.

Unter der Leitung von Wolfgang Borho widmete Mathias Gronert höchstpersönlich zum Abschied den selbst komponierten Marsch "Finis coronat opus".

Auch wir sind dieses Jahr mit von der Partie,

am Samstag den 04.08.18 um 19:00 Uhr

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